Aufgabe:

Europan Wettbewerb Transformation einer Industriebrache in Ingolstadt

Typologie:

Stadtteil, Wohnungsbau

Status:

abgeschlossen

Zeitraum:

2011

Größe:

ca. 100 ha

Ort:

Ingolstadt

Auftraggeber / Auslober:

Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e. V. in Kooperation mit der Stadt Ingolstadt und der Bayernoil Raffineriegesellschaft

Kooperation:

StadtLand

Gegenstand und Kontext des Wettbewerbs „Ingolstadt – Transformation einer Industriebrache“ ist das ca. 100 Hektar große, brachliegende Areal der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH in Ingolstadt. Längst wurde der Betrieb am Standort eingestellt, die Produktionsanlage ist seit Langem nach China verkauft und wartet auf ihre Demontage. Im Gespräch mit Verantwortlichen der lokalen Politik wird schnell klar, die von der Autobahn sichtbaren Schornsteine und Tanks schaden dem Image einer sauberen Stadt und nichts wird von ihnen übrig bleiben. Unter der Rubrik ‚Nutzung’ sortieren die Auslober_innen des Wettbewerbs Europan 11 das Areal ein und stellen die Frage: „Städtische Gebiete und Lebensmodelle im Einklang – welche Architektur für nachhaltige Städte?


Der Entwurfsbeitrag StadtLand antwortet mit einem Kanon aus bebauten und nicht bebauten Räumen und synthetisiert urbane Qualitäten mit denen des Landschaftsraumes. Insgesamt bilden sich vier Quartiere aus – die nördlichen drei verbinden die Nutzungen Wohnen und Arbeiten, das südliche dient den Sektoren Dienstleistung und Gewerbe. Klar definierte Ränder grenzen die Baustruktur vom Landschaftsraum ab. Grüne Fugen, die sich parkähnlich in den Landschaftsraum öffnen, trennen die Quartiere voneinander und bilden einen Kontrast zu den urbanen Straßenräumen. Die Baustruktur der Quartiere addiert sich aus den drei konzipierten Typen Solitär, Block und Hybrid. Jeder Gebäudetyp bietet eine spezifische Varianz unterschiedlicher Wohn- und Arbeitsformen. Alle Baukörper eint, dass sie über hohe Qualitäten des Zusammenlebens verfügen und jeweils eigene Nachbarschaften ausbilden.